Einführungsseminar

Das Seminar für Waldorfpädagogik beginnt mit einem gemeinsamen Seminarwochenende Motto dieser Einführungstage ist "ANNÄHERUNG":

  • die Begegnung untereinander, Biografisches
  • das Kennenlernen der Referenten,
  • Bekanntschaft schließen mit den Inhalten und Methoden des Kurses,
  • Klärung der eigenen Motive und Lernziele.

Der Einstieg in die gemeinsame Arbeit ist in spielerischer und übender Weise gestaltet.

Er umfasst künstlerische Übungen im Zeichnen und Malen, Wahrnehmungs- und Beobachtungsübungen, Schauspiel und soziale Übungen. Neben einem Vorblick auf das kommende Jahr und der Klärung organisatorischer Fragen wird genügend Raum für alles das sein, was uns zu Beginn dieser gemeinsamen Unternehmung bewegt.

Ausgewählte Themen:

Bild, Phantasie, Imagination
Kopf und Hände Wille, Intuition,
Rhythmus Mensch und Natur
Traum und Schlaf
Sprache und Pubertät Die Sinne

 

Methodisch-Didaktischer Kurs

Waldorfpädagogik ist die Chance, die ständig zu erarbeitende Vision vom Menschen im Klassenzimmer künstlerisch zu realisieren und sich auf unerwartete Prozesse zu freuen.

Unter anderem bewegen wir folgende Themen:

  • die Arbeit an einer guten Beziehung
  • die Vorbereitung des Lehrers, der Lehrerin * Unterricht ohne Schulbuch
  • Vom Bild zum Buchstaben
  • Vom Tanz zur Schrift
  • Vom Rhythmus zur Zahl ("Ich kann mit meinen Füssen rechnen")
  • Die Frage als Ausgangspunkt des Sprachunterrichts
  • corporate science: eine moderne Naturwissenschaft für 8 bis 14 Jährige ("Die Sinne lügen doch nicht")
  • Erzählen, die Basisqualifikation des Lehrers, der Lehrerin ("Ich weiss eine Geschichte")

 

Allgemeine Menschenkunde

Vielfältige Themenbereiche werden im Rahmen der Allgemeinen Menschenkunde in Form von Wochenendseminaren oder Kursabenden behandelt:
  • Anatomie des Menschen
  • Sinneslehre
  • Denken und Wahrnehmen
  • Entwicklungspsychologie des Kindes
  • Kulturgeschichte der Menschheit
  • Mensch und Natur
  • Mensch und Kosmos

Den Blick für das Kind, den Blick für den anderen Menschen zu schulen, beginnt beim genauen Wahrnehmen. Experimente und Übungen an der eigenen Körperlichkeit, im Bereich der seelischen Fähigkeiten und der Bewusstseinsvorgänge sind vielfach Ausgangspunkt unserer Beschäftigung mit einem Thema. Die Auswertung von Beobachtungen an Kindern und Erwachsenen und die Anbindung der eigenen Untersuchungen an wissenschaftliche Kenntnisse ergeben ein lebendiges, erfahrungsgesättigtes und offenes Bild von der Natur des Menschen. Leitgedanken für die gesamte Arbeit liefert der Lehrerkurs „Allgemeine Menschenkunde“ von R. Steiner.

Soziale Kompetenz

Eine der herausragenden, heutzutage von Eltern geforderten Fähigkeiten im Schulalltag ist die sogenannte "soziale Intelligenz". Hierfür ist die an Waldorfschulen gepflegte Selbstverwaltung ein weites Lern- und Entwicklungsfeld.

Mit Einsichten in die Gesetzmäßigkeiten des sozialen Lebens und die dazu nötigen persönlichen Fähigkeiten und Techniken will dieser Kurs auf die tägliche Herausforderung im Klassenzimmer und das besondere Lehrer-Sein an der Waldorfschule vorbereiten.

Die wichtigsten Inhalte hierzu sind:

  • Gesprächsvorbereitung und -führung
  • Gruppenmoderation und Teamarbeit
  • Teamentwicklung und psychosoziale Prozesse
  • Konfliktdiagnose und -bearbeitung / Mediation
  • Unterschied Prozessgestaltung und Ergebnisorientierung

 

Jeder Mensch ist ein Künstler ... -

Spätestens seit der Beuysschen Diktion vom Künstlertum darf sich jeder eingeladen fühlen tätig zu werden. Das Verständnis künstlerischer Tätigkeit beschränkt sich nicht mehr auf die virtuose Handhabung eines bestimmten Genres, sondern ist akzeptiert als eine zweite Natur des Menschen, die es ihm erlaubt in jedem nur erdenklichen Feld kreativ agieren zu können.

Dennoch bietet das Arbeiten mit Farben, Formen neben dem nötigen Rüstzeug für den Unterricht, die ideale Basis das große Feld des Schöpferischen tätig zu befragen.

Aus dem Inhalt:

  • Formenzeichnen- meine Hände wissen mehr als mein Kopf
  • Plastizieren- welcher Künstler hat mein Skelett geschaffen?
  • Malen - Rot - Wellenlänge 750 Nanometer , sonst nichts?
  • Goethes Farbenlehre - die etwas andere Sicht auf die Welt
  • Natur und Kunst - die verdrängte Frage nach dem verlorenen Zusammenhang

 

Eurythmie und Schauspiel

Die darstellenden Künste begleiten die SeminaristInnen die gesamte Ausbildung hindurch.

Sie fördern und vertiefen einerseits das Verständnis der verschiedenen Studieninhalte, andererseits wächst im Umgang mit Schauspiel und Eurythmie das elementare Instrumentarium des/der Lehrers/in: Seine/Ihre Sprachkraft, der Körperausdruck und sein/ihr gesamtes Präsentationsvermögen.

Vielfältige Improvisationsübungen stärken die Fähigkeit, Unterrichtsprozesse im Augenblick lebendig und situationsgerecht zu gestalten. Die Eurythmie im speziellen verhilft zu Bewegungsfluß, fördert Schwung und Rhythmusgefühl und erweitert das Körper- und Raumempfinden.

 

Persönlichkeitsentwicklung

Motto: Auch die besten Ideen können im Klassenzimmer nur kraft meiner Persönlichkeit als LehrerIn Früchte tragen.

In einer Zeit, wo die selbstbewußt-individuell auftretenden Schüler und Schülerinnen immer jünger werden, gehen die Anforderungen an die Lehrkräfte weit über das inhaltliche und methodisch-didaktische Fachwissen hinaus.Gerade in den ersten Jahren als Unterrichtende/r, wo meist Erfahrung durch schnelles Reagieren auf immer neue Situationen ersetzt werden muß, bedarf es einer authentischen und gefestigten Lehrerpersönlichkeit. Dies soll sowohl im Kursgeschehen selbst, als auch bei Bedarf in individueller Entwicklungsbegleitung veranlagt und geübt werden.

Die wichtigsten Themenkreise hierzu sind:

  • Persönliche Standortanalyse im Hinblick auf Stärken und Schwächen, Visionen und Befürchtungen, Wünschen, Wollen und Können.
  • Mein persönliches Verhältnis zur Macht im Allgemeinen und zur Rolle als LehrerIn im Besonderen. * Konkrete Willensforschung und Motivationsmöglichkeiten für mich selbst und Andere.
  • Allgemeines zur Psychologie. Führen mit Pferden Erleben, entwickeln und trainieren Sie elementare Fähigkeiten wirkungsvoller Führung für Ihrem angestammten Beruf oder im Klassenzimmer in der Begegnung und Arbeit mit amerikanischen Quarterhorses. Erfahrungen mit Pferden oder Reitkenntnisse sind nicht erforderlich.

Ziele und Inhalte:

  • Verstehen und Aneignen maßgeblicher Grundsätze wirkungsvoller Führung * Die Ausrichtung der Aufmerksamkeit auf Wesentliches
  • Die Kraft deutlicher Kommunikation und angemessener Handlungen * Das rechte "Spiel" von Nähe und Ferne: Beziehung, Vertrauen und Respekt